2008/2023

Zeltarbeit (inside)

Die Rauminstallation Zeltarbeit (inside) ist die erste Zeltarbeit von Marietta Schwarz und wurde urspünglich 2008 konzipiert für die Ausstellung Eiland. 2023 wurde sie erneut gezeigt im Rahmen der Ausstellung Wir haben lange auf Regen gewartet im Kunsthafen im Rhenania, Köln.

Die Arbeit ist begehbar: Menschen sind eingeladen, Platz zu nehmen und eine Transformation ihrer Wahrnehmung zu erleben. In der Dunkelheit und in der gedämpften Geräuschkulisse weiten sich die Pupillen, der Körper entspannt, die Herzfrequenz sinkt, Ruhe kehrt ein, auch in Gedanken. Der Innenraum des Zeltes ist ein Ort der Konzentration, der eine intensive Verbindung zu sich selbst ermöglicht.

Immer wieder neben Personen Platz, allein oder zu mehreren. Sie sind herausgenommen aus dem Umfeld, verschwinden obwohl sie sichtbar bleiben.

Materialien

Verdunklungsstoff, Aluminiumgestänge, Stahl, Seil, 4 Stühle (Serie 7 Arne Jacobsen), 2008: Lautsprecher mit Herzschlag

Maße

H 4m x B 2m x L 2m
Fotografie: Mareike Tocha

Für die Ausstellung Eiland wurde Zeltarbeit (inside) als ortsspezifische Installation realisiert: Form und Maße beziehen sich auf den ursprünglichen Ausstellungsraum.

Auch das in dem Zelt ein Herzschlag zu hören war, der das Spannungsfeld zwischen innen und außen körperlicher konnotierte und den Herzschlag der sitzenden Personen nach einer Weile synchronisierte.

Weitere Arbeiten entdecken

Zu sehen ist die ortspezifische Rauminstallation „Walden" aus Holz, Seil und Fell. Die Installation befindet sich in einer hellen Halle mit weißen Wänden, sichtbaren Leitungen und Heizkörpern und großen Fenstern bis zum Boden. Ein langer verwitterter Holzstamm lehnt schräg nach links vorne oben von hinten gegen einen weißen Stützpfeiler der Ausstellungshalle, der sich auf der linken Hälfte des Bildes befindet. Der Stamm ist im oberen Bereich mit schwarzem Seil mit dem Pfeiler vertäut und ist unten rechts hinten am Boden abgestützt. Im unteren Teil des Stamms ist ein graues Tierfell so befestigt, dass es den Stamm dünn umspannt und unter dem Stamm wie aufgespannt ausgebreitet schwebt. Hinter dem Stamm hängt ein weiteres kleineres Holzelement an einem Seil fast vertikal herunter. Dahinter ist noch ein weiteres schwarzes Seil zu sehen, das sich nach unten hin in eine Art Puschel auflöst. Ein weiteres Element aus Holz hängt frei im Raum an einem Seil im Vordergrund, und rechts vorne im Raum vor der Wand am rechten Bildrand steht ein kleineres, auf drei dünnen dreieckig gespreizten Metallbeinen ruhendes Objekt aus Holz mit Federn.

Walden

Feathered Sculpture

Feathered Sculpture

2024.12.09_Marietta-Schwarz_84.web

Schwarz in Schwarz

Hanging Sculpture Interconnection III

Hanging Sculpture Interconnection III

Together Apart

Together Apart

Die Fellarbeit "Wir haben lange auf Regen gewartet" ist eine wandbezogene Installation aus einem horizontal ausgebreiteten Fellobjekt, in dessen Mitte das Haar zum Teil zu drei kleinen weißgrauen Zöpfen geflochten und teilweise lose belassen ist. Zu beiden Enden hin verjüngt sich das Fell und ist an beiden Seiten abrasiert. Links oberhalb des Fellelements ist eine Reihe kleiner Nägel an der Wand fixiert. Unten rechts im Bild befinden sich zwei schwarze, rechteckige leere Rahmen, die versetzt ineinander angeordnet sind. Ein größerer Rahmen umfasst einen kleineren.

Wir haben lange auf Regen gewartet (Fellarbeit)