2023 | 2024

Walden

Walden ist eine ortsspezifische Rauminstallation aus der Ausstellung Wir haben lange auf Regen gewartet von Marietta Schwarz, realisiert 2023 im Kunsthafen im Rhenania in Köln.

In der Arbeit ist ein Treibholzstamm gegen eine Säule der Ausstellungshalle verkeilt und mit Seilen fixiert. Dadurch entsteht ein Raum, der durch einen weiteres freihängendes Holzelement und ein mit Seilen an der Decke verspanntes Schaffell, erweitert wird.

Die Installation Walden führt die Besucher:innen in ein Spannungsfeld von statischen und dynamischen Kräften und zwischen Shelter und Schutzlosigkeit –  zart und rau, stark und fragil zugleich.

Der Titel bezieht sich einerseits auf das Buch Walden von Henry David Thoreau, andererseits dient es der Künstlerin als Neologismus im Deutschen in einem weiteren Sinn von den Wald hinein holen, Bäume aufrichten, re erection of nature.

Mit ehrenamtlicher Unterstützung der Firma Luca Helligrath, Garten und Landschaftsbau, im Rahmen einer Kulturpatenschaft mit den Kölner KulturPaten.

Materialien

Treibholzstamm an Pilzkopfsäule, Seile 10 und 16 mm, Haken, Heidschnuckenfell, Nägel, Treibholzpfosten, Dreck

Maße

H 4 m x L 4 m x B 3,50 m Maße des Stammes: L 5 m x D 0,3 m
Fotografie: Mareike Tocha; Marietta Schwarz; Walter Ludwigs

2024 wurde die Rauminstallation Walden erneut in der Ausstellung Refining Nature – Redefining Space für den Kunstverein Neckar-Odenwald in einer anderen Version gezeigt.

Hier ist ein frei hängender, hohler Treibholzstamm mit Seilen an den Denkmal geschützten Schienen des Ausstellungsraums und mit den anderen beiden Elementen der Arbeit verbunden: dem horizontal verspannten Heidschnuckenfell und dem Holzpfahl, der mit seinem Gewicht das Fell unter Spannung hält.

 

 

Fotografie: Moritz Bernoully

Weitere Arbeiten entdecken

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Zeltarbeit (Wolkenzelt)

Zu sehen ist die raumgreifende Installation „Die Zeiten werden rauer" in einem Ausstellungsraum: Fünf Tierfelle verschiedener Form, Größe und Farbe hängen von der Decke herab, befestigt an Metallketten, die an einer gebogenen Metallschiene montiert sind, die in Deckenhöhe verläuft. Die Felle schweben frei im Raum, in fast gleichmäßigen Abständen nebeneinander. Hinter ihnen spannt sich ein leuchtend orangefarbenes Kunststoffnetz horizontal über die gesamte Breite des Raumes an der Wand entlang.

Die Zeiten werden rauer

Im Vordergrund zu sehen ist "Mammut", ein quasi in der Luft schwebendes Objekt aus Holz. Es hängt leicht schräg im Raum. In seiner Mitte wird es von einem schwarzen Seil gehalten, das von der Decke der Ausstellungshalle herunterkommt. Das Holzfragment läuft nach oben rechts fast spitz zu, während es zum linken unteren Teil hin breiter ausläuft und sich in zwei Hälften teilt. Es ist verwittertes Holz, das eine knochenartige Anmutung hat. Links neben der Skulptur befindet sich ein weißer Stützpfeiler der Ausstellungshalle. Im Hintergrund befindet sich eine Konstruktion mit einem schräg installierten langen Baumstamm, der schräg im Raum positioniert und ebenfalls mit schwarzen Seilen befestigt ist. Im Hintergrund des Bildes sind zwei große Fenster des Ausstellungsraums zu sehen.

Mammut

Die Fotoarbeit „Bayram (Leather Piece)“ zeigt in Schwarz-Weiß-Tönen die dunkle Abbildung eines Schafskopfes im Profil mit Blick nach rechts, der sich mittig auf einem weißen, nach unten hin wellenförmig abschließenden Lederstück befindet, das auf einer weißen Wandfläche präsentiert wird.

Bayram (Leather Piece)

Zu sehen ist „Daubian,“ eine freistehende Skulptur aus Holz, Seil, Fell und einem Bildfragment. Sie befindet sich in einem großen Ausstellungsraum auf einem grauen Boden vor einer weißen Wand mit einem Fenster in der Höhe rechts hinter dem Objekt. Eine Konstruktion aus drei verwitterten Holzfragmenten steht aufrecht und wird von drei Metallstangen gestützt. Oben bildet die Konstruktion ein Kreuz, auf dessen Spitze ein kleines, hausförmiges Objekt thront, auf dem eine fotografische Abbildung zu sehen ist: der Blick in ein Haus mit Giebeldach, dessen Fassade ein großes Loch aufweist. Unterhalb dieser Spitze ist schwarzes Seil eng um den oberen Hauptstamm gewickelt. An der Stelle, wo die Konstruktion ein Kreuz bildet ist ebenfalls schwarzes Seil zu sehen. An der rechten Seite des darunter angebrachten hölzernen Querfragments hängt ein Tierfell – ein Fuchs mit rötlichem Fell. Der Kopf und die Vorderbeine hängen schräg nach hinten, der Schwanz und die Hinterbeine nach schräg vorne herunter. Hinter dem Fuchsfell ist das zweite längliche Holzstück zu sehen, das nach unten hin hinter dem schmalen Hauptstamm, der das Haus trägt verschwindet. Rechts neben diesem Objekt, liebt in dessen Schattenwurf, in der unteren Bildmitte unterhalb des Fensters zu einem losen Bündel dahingelegt ein dickes Tau, das teilweise in seine einzelnen Bestandteile zerfasert zu sein scheint. Rechts daneben, am rechten Rand des Bildes ist noch ein länglicher Holzstamm zu sehen, der an einem schwarzen Seil fast senkrecht schwebend von der Decke herabhängt.

Daubian

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Traumhaus