2023

Maiden

Maiden ist eine Fellarbeit, realisiert 2023 für die Ausstellung Wir haben lange auf Regen gewartet im Kunsthafen im Rhenania, Köln. 2024 wurde sie erneut gezeigt im Rahmen der Ausstellung Refining Nature – Redefining Space im Kunstverein Neckar-Odenwald, 2024.

Die Arbeit Maiden thematisiert das Wilde und das Gezähmte, das Freie und das Geformte.
Der englische Titel bezeichnet ein (junges) Mädchen, umfasst aber auch die alten Begriffe Maid und Jungfer. Alle diese Worte rufen weibliche Stereotype auf. Der widerspenstigen Zähmung war früher eine Prämisse in der Erziehung von Mädchen, auch heute noch werden weibliche Kinder anders erzogen als männliche. Maiden verweist darauf ohne festgelegt zu sein, denn die Fellarbeit trägt archaische Kraft und Widerständigkeit in sich. 

Für Marietta Schwarz ist Fell etwas Besonderes – es ist weniger Material, sondern Körperrepräsentanz.

Felle ermöglichen ihr die Auseinandersetzung mit existenziellen Themen. Ihre physische Präsenz, ihr natürlicher Geruch und ihre Widerborstigkeit werfen Fragen auf nach Nähe und Distanz, Körper und Raum, nach dem Verhältnis von Mensch, Tier und Natur.

Felle verkörpern existentielle Erfahrungen über die Zeit hinweg. Sie sind wie eine Naht zwischen Natur und Kultur. Die Entwicklung der menschlichen Zivilisation ist aufs Engste mit der Verwendung von selbst hergestellten tierlichen Produkten verknüpft. Felle und Häute wurden zu Kleidung und Behausung. Hier liegen die archaischen Ursprünge von Mode und Architektur.

 

Materialien

Heidschnuckenfell geflochten und frisiert, Draht, Stahlstifte

Maße

H 140 x B 90 x T 12 cm
Fotografie: Moritz Bernoully, Marietta Schwarz
Fotografie: Mareike Tocha

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Die Arbeit "Schwarze Witwe" zeigt eine schlanke Skulptur, die frei im Raum nahe einer weißen Säule steht. Sie ist, schmal und vertikal ausgerichtet: Auf drei dünnen Metallstäben, die sich nach unten spreizen wie Beine richtet sich ein langer, schmaler Holzstab, an dessen oberem Ende ein schwarzes Seil hängt, dass teilweise in seine einzelnen Fäden zerfasert ist, die den Stab entlang in unregelmäßigen Fransen nach unten hängen. Oberhalb des Stabes ist das Seil spiralförmig um den unteren Teil des Stils einer getrockneten Pflanze, einer Sonnenblume, gewickelt ist. Weiter oben trägt der Stil zwei welke Blätter und ganz oben lässt eine verblühte Blüte den Kopf nach unten hängen. Das Pflanzenelement ist schwarz. Die Skulptur steht vor einer weißen Wand, rechts neben ihr ist ein weißer Stützpfeiler zu sehen, der Boden des Raumes ist dunkelgrau.

Schwarze Witwe

„Maiden“ ist eine Fellarbeit der Künstlerin Marietta Schwarz. Zu sehen ist ein großflächig geflochtenes grau-grau-weißes Schaffell. Es wird frontal und flächig an einer weißen Wand hängend präsentiert. Im oberen Bereich, sowie an den Seiten und in der Mitte ist das Fell-Haar nicht geflochten ist, aber es sieht gekämmt aus; die übrige Fläche des Felles ist mit mehreren direkt nebeneinander verlaufenden langen Zöpfen versehen.

Maiden

Zu sehen ist die Installation „Balance“ in einem hellen Ausstellungsraum. Der Raum ist hoch, offen, hat weiße Wände, große, zum Boden reichende Fenster und einen dunklen Boden. Im Vordergrund links-mittig steht eine Skulptur aus einem Baumstamm, der sich von oben nach unten in zwei Teile aufgliedert. Sie sind unterschiedlich lang, und naturbelassen, mit einer groben Baumrinde. Nach unten stehen die beiden Holzteile jeweils auf einer dünnen Metallstange, am oberen Ende befindet sich dort, wo sie zusammenlaufen, vertrocknetes Wurzelwerk. Das gesamte Holzfragment wird von einem schwarzen Seil, das von der Decke herabhängt, von oben gehalten. Das Seil ist oben an der Decke befestigt und kommt ein zweites Mal von dort wieder herunter und löst sich in diesem Strang zunehmend in seine einzelnen feineren Stränge auf. Das aufgelöste Seil endet seitlich auf der Wurzel. Hinter der Hauptskulptur rechts stehen sechs sehr schlanke, aufrechte Objekte in zwei Dreiergruppen. Sie bestehen aus dünnen, hellen Holzstäben. Am oberen Ende jedes Stabes befindet sich eine getrocknete Pflanze (Blüte). Die Hölzer stehen jeweils auf vier feinen gespreizten Metallstäben.

Balance

Interwall

Interwall

Im Vordergrund zu sehen ist "Mammut", ein quasi in der Luft schwebendes Objekt aus Holz. Es hängt leicht schräg im Raum. In seiner Mitte wird es von einem schwarzen Seil gehalten, das von der Decke der Ausstellungshalle herunterkommt. Das Holzfragment läuft nach oben rechts fast spitz zu, während es zum linken unteren Teil hin breiter ausläuft und sich in zwei Hälften teilt. Es ist verwittertes Holz, das eine knochenartige Anmutung hat. Links neben der Skulptur befindet sich ein weißer Stützpfeiler der Ausstellungshalle. Im Hintergrund befindet sich eine Konstruktion mit einem schräg installierten langen Baumstamm, der schräg im Raum positioniert und ebenfalls mit schwarzen Seilen befestigt ist. Im Hintergrund des Bildes sind zwei große Fenster des Ausstellungsraums zu sehen.

Mammut

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Spine (Serie)