2005

Die Ecke

Die Ecke ist eine ortsspezifische Rauminstallation, realisiert 2005 für die Ausstellung Köln Kunst 7.

Die Ecke eines großen lichten Raumes wird mit einer Wand abgetrennt und das Volumen der Ecke mit einem Folienraum ausgefüllt. Es bleibt ein Umgang in Schulterbreite frei zwischen der Folie und der Säulenlinie. In dem Raum ist eine Kamera installiert, die ihr Bild simultan auf einen Monitor überträgt, der in der Wand integriert ist.

Die Ecke ist sensibel für die Bewegung von Personen, die sich in der Ecke bewegen. Die Wände reagieren dabei, wie Verstärker auf den Luftstrom, der durch die Volumenverdrängung des Körpers ausgelöst wird. Dabei reagiert der Raum als Einheit, denn die Bewegungen übertragen sich über Folienboden und – decke auf alle Wände. Der ganze Ecke gerät in Schwingung: der Folienboden hebt und senkt sich wie ein fließendes Wasser. Ebenso reagieren die Wände mit Wellenbild. Der Luftstrom wird spürbar, sichtbar und hörbar.

Zugleich ist Die Ecke ein Körper, dessen filigrane Membran einen Innenraum umfassen. Die Transparenz der Membran drückt diesen Innenraum in scheinbare Nähe. Mittels einer handelsüblichen Beobachtung Kamera werden die Bewegungen, die sich im Inneren ereignen, simultan auf einen Monitor in der begrenzenden Wand übertragen. Mit dieser Kamera werden, ob der Folientransparenz auch Personen schemenhaft erfasst, die sich im Umgang befinden. Eine Differenzierung zwischen einem interaktiven Erlebnis und einer Beobachter Perspektive mittels Kamera und Monitor findet statt. Niemand kann sich selbst im Monitor betrachten.

Die Ecke ist eine dreidimensionale und interaktive Installation, die sich nicht durch mehrere Betrachter Standpunkte, sondern durch eine Vielzahl von passageren Bewegunglinien definiert. Sie entzieht sich der ausschließlich visuellen Erfassung.
Sie ist darauf angelegt, dass Ereignis des Dreidimensionalen zu verwirklichen. Die Raumkonzeptionelle Wahrnehmung generiert sich simultan aus visueller, haptischer und akustischer Perzeption in Zusammenhang mit der ausgeübten Bewegung.

Materialien

PE-Folien, Nylonschnur, Haken, Ösen, Klammern, Regipswand, Kamera, Kabel, Monitor

Maße

Maße: L 13, 24 m x B 8, 07 m x H 3,56 m
Fotografie: Marietta Schwarz, Stefan Lenz

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"(Corona)": Zu sehen ist eine horizontale, rechteckige Bildfläche, schwarz gerahmt, in der sich schwarze, kreisförmige Gebilde in mit weich ausfransenden Rändern auf einem hellen Untergrund ausbreiten. Die dunklen Formen sind vor allem am Bildrand angeordnet. Sie wirken wie organische Ausblühungen, ihre Ränder sind nicht klar begrenzt, und sie variieren in Größe und Form. Einige sind einzeln angeordnet, andere berühren sich.

(Corona)

Zu sehen ist die Installation „Tafalla“ mit einem projizierten Bild in der Mitte, eingebettet in eine dunkle, fast höhlenartige Architektur mit einer Rahmen-Konstruktion aus Holzbalken und seitlich im Vordergrund sich befindenden und mit dunklme Stoff verhüllten Objekten auf einem Holzdielenboden. Im Zentrum steht die im dunklen umgebenden Raum hell hervortretende großformatige Projektion eines Bildes auf ein lose gespanntes, unregelmäßig herabhängendes Tuch. Das projizierte Bild zeigt eine dynamische Szene mit mehreren Personen und einem Stier, der von seitlich hinten zu sehen ist.

Tafalla

Prick

Prick

Zu sehen ist rechts im Bild die „Zeltarbeit (inside)“: Von der Decke hängt eine schwarze Zeltform herab, wie ein indianisches Tippi. Darunter stehen vier Stühle. Wenn erwachsene Personen auf den Stühlen sitzen würden, wären deren Köpfe nicht zu sehen. Die Installation befindet sich in einem Ausstellungskontext in einer großen Halle mit weißen Wänden, hohen Decken mit Leuchtröhren, Rohren und Leitungen und großen bodenlangen Fenstern. Der Boden der Halle ist dunkelgrau. Links-mittig im Vordergrund steht eine filigrane Skulptur, rechts von einem weißen Stützpfeiler, weiter hinten, links neben der Installation, befindet sich ein massives, aufrecht im Raum stehendes Baumstamm-Fragment, und ganz links am Bildrand befindet sich eine Bahn aus mehreren gelben Klebestreifen, die den Raum nach hinten durchqueren, darüber ein hängendes Objekt aus Fell sowie ganz weit hinten links noch ein weiteres aufrecht stehendes Objekt.

Zeltarbeit (inside)

Feathered Sculpture

Feathered Sculpture

„Maiden“ ist eine Fellarbeit der Künstlerin Marietta Schwarz. Zu sehen ist ein großflächig geflochtenes grau-grau-weißes Schaffell. Es wird frontal und flächig an einer weißen Wand hängend präsentiert. Im oberen Bereich, sowie an den Seiten und in der Mitte ist das Fell-Haar nicht geflochten ist, aber es sieht gekämmt aus; die übrige Fläche des Felles ist mit mehreren direkt nebeneinander verlaufenden langen Zöpfen versehen.

Maiden